Pässe und Routen
Ein Alpenpass war jahrhundertelang kein Ziel, sondern ein Hindernis zwischen zwei Märkten. Salz, Wein, Reis und Seide gingen nach Norden, Vieh, Leder und Käse nach Süden, und die Wege dafür wurden gebaut wie Infrastruktur: gleichmässig ansteigend, gepflastert, mit Trockenmauern unterfangen und mit Susthäusern und Hospizen an den Etappenpunkten.
Heute liegt darüber eine zweite Schicht aus Passstrassen mit eigener Saisonlogik. Zwischen der ersten Schneefräse im April und der Freigabe für den Verkehr liegen je nach Winter Wochen, und die Wanderwege daneben apern noch später aus. Die Rubrik verbindet beides: die Geschichte der Übergänge und die Frage, wann und wie sie sich heute begehen lassen.
Beiträge in dieser Rubrik
Vom Saumpfad zur Etappenplanung
Die Rubrik beginnt bei den Öffnungsterminen, geht zurück zu den alten Handelswegen und endet bei der Frage, wie eine lange Route in Tage zerlegt wird.
Wann ein Alpenpass wirklich offen ist
Zwischen der ersten Räumung und der offiziellen Öffnung liegen oft Wochen. Woran sich Öffnungsdaten ablesen lassen und was sie für Wandernde bedeuten.
Saumpfade: als die Alpen ein Warenweg waren
Salz, Käse und Seide über die Pässe: wie das Säumen organisiert war und woran alte Handelswege im Gelände erkennbar bleiben.
Eine Mehrtagesroute in Etappen schneiden
Übernachtungsorte zuerst, Tagesleistung danach: wie eine mehrtägige Route sauber in Etappen zerlegt wird.
Wer eine mehrtägige Route über Pässe plant, braucht zwei weitere Grundlagen: die Signalisation der Schweizer Wanderwege, weil die Wegweiserzeiten die Etappen tragen, und die Reservation der Hütten, weil die Übernachtungsorte den Schnitt der Tage bestimmen. Für den Winterzustand derselben Hänge lohnt sich Das Lawinenbulletin lesen.