Bergbahnen
Bergbahnen übersetzen Höhenmeter in Fahrminuten. Die Vitznau-Rigi-Bahn nahm 1871 als erste Bergbahn Europas den Betrieb auf, und was danach kam, prägt das Bild der Schweizer Alpen bis heute: Zahnradbahnen an Steigungen bis achtundvierzig Prozent, Standseilbahnen mit zwei Wagen an einem Seil, Luftseilbahnen über Talkessel hinweg.
Die Rubrik erklärt die Technik so weit, wie sie im Gelände sichtbar wird, und zieht daraus die praktischen Folgen. Denn eine Bahn ist für eine Wanderung nicht nur eine Aufstiegshilfe, sondern eine Bedingung: Die letzte Talfahrt ist eine harte Grenze, und die Revisionswochen im Frühling und im Spätherbst stehen ausserhalb jedes Wetterberichts.
Beiträge in dieser Rubrik
Von der Zahnstange bis zur letzten Talfahrt
Zuerst die Mechanik, die eine Bahn am Berg hält, dann die Geschichte, die den Ausflugstag erfunden hat, und zuletzt der Fahrplan, der die Tour begrenzt.
Zahnstange, Bremse, Gefälle: wie eine Zahnradbahn den Berg hält
Reibung reicht ab einer gewissen Steigung nicht mehr. Was das Zahnrad übernimmt und weshalb die Talfahrt die anspruchsvollere Richtung ist.
Erste Bahn, letzte Bahn: der Fahrplan bestimmt die Tour
Die letzte Talfahrt ist eine harte Grenze. Wie eine Tour rückwärts vom Fahrplan her gerechnet wird und warum Revisionsfenster dazugehören.
Die Standseilbahn und die Erfindung des Ausflugstags
Zwei Wagen, ein Seil, ein Gegengewicht: die einfachste der drei Bergbahntechniken und diejenige, die den Tagesausflug erfunden hat.
Wer eine Bahn als Startpunkt einer Wanderung nutzt, kombiniert sie am besten mit einer Traverse, wie Höhenwege im Berner Oberland zeigt, und liest vorher die Signalisation der Schweizer Wanderwege, weil die Wegweiserzeit darüber entscheidet, ob die Rückfahrt reicht. Führt statt der Schiene eine Strasse hinauf, gelten die Termine aus Wann ein Alpenpass wirklich offen ist.