Alpwirtschaft
Die Weiden über der Waldgrenze sind nur wenige Wochen im Jahr nutzbar. Rund siebentausend Sömmerungsbetriebe bewirtschaften sie, und die Rechnungseinheit dafür heisst Normalstoss: die Fläche, die eine Grossvieheinheit während hundert Tagen braucht. Diese hundert Tage sind der Rahmen, in dem alles stattfindet, von der Auffahrt bis zum Abzug.
Die Rubrik beschreibt diesen Betrieb als das, was er ist: eine Landwirtschaft unter erschwerten Bedingungen, mit Zäunen, Wasserstellen, Weiderotation und einer Käserei, die zweimal täglich laufen muss. Und sie erklärt die Zeichen, die im Tal sichtbar werden, allen voran den Schmuck der Tiere beim Alpabzug, der eine Bilanz des Sommers ist.
Beiträge in dieser Rubrik
Hundert Tage über der Waldgrenze
Der Kalender einer Sömmerung, das Handwerk in der Käserei und der Tag, an dem die Herde ins Tal zurückkehrt.
Alpabzug: warum die Kühe geschmückt werden, und wann nicht
Der Schmuck ist kein Folklorezusatz, sondern eine Bilanz. Er zeigt an, dass der Sommer ohne Verlust zu Ende gegangen ist.
Alpkäse im Kupferkessel: ein Handwerk mit engem Zeitfenster
Rohmilch, Kupferkessel und Holzfeuer: wie Alpkäse entsteht und warum jeder Schritt an eine Temperatur gebunden ist.
Hundert Tage Alpsommer: der Kalender über der Waldgrenze
Auffahrt, Weiderotation, Zäune, Käserei und Abzug. Der Alpsommer ist kurz und bis auf wenige Tage genau getaktet.
Die Landschaft der Alpwirtschaft ist dieselbe, durch die alle anderen Rubriken führen. Wer sie zu Fuss durchquert, findet in der Signalisation der Schweizer Wanderwege die Regeln für Wege durch Weidegebiete, und in Der Arbeitstag einer Hüttenbewirtschaftung einen zweiten Höhenbetrieb mit demselben kurzen Kalender. Für die alten Absatzwege des Alpkäses lohnt sich Saumpfade: als die Alpen ein Warenweg waren.