Wetter und Sicherheit
Die Entscheidung, ob eine Tour stattfindet, fällt selten am Berg. Sie fällt am Vorabend, mit dem Bergwetterbericht, im Winter mit dem Lawinenbulletin des Instituts für Schnee- und Lawinenforschung, und sie wird am Morgen bestätigt oder verworfen. Diese Rubrik behandelt genau diesen Teil: die Informationen, die vor dem ersten Schritt vorliegen, und ihre Übersetzung in eine Handlung.
Dazu kommt der Ernstfall. Rega 1414 und der europäische Notruf 112 gehören ins Telefon, bevor sie gebraucht werden, und die Reihenfolge der Angaben lässt sich vorher lernen. Wer sie kennt, verkürzt einen Notruf auf eine Minute. Die Beiträge folgen dem Jahresverlauf, vom Sommergewitter über die Winterlage bis zur Alarmierung.
Beiträge in dieser Rubrik
Was vor dem Start entschieden wird
Sommergewitter, Schneedecke und Alarmierung: drei Themen, die dieselbe Frage beantworten, nämlich unter welchen Bedingungen man losgeht und wann man umkehrt.
Warum das Gewitter fast immer am Nachmittag kommt
Wärmegewitter folgen einem Tagesgang, der sich planen lässt. Frühstart, Umkehrzeit und die Frage, wo ein Grat gefährlich wird.
Das Lawinenbulletin lesen: Gefahrenstufe ist erst der Anfang
Hangrichtung, Höhenlage und Gefahrenmuster sagen mehr als die Zahl allein. Wie ein Bulletin in eine konkrete Tagesentscheidung übersetzt wird.
Notruf in den Bergen: was gesagt werden muss
Nummern, Reihenfolge der Angaben, Standort und Landeplatz: wie eine Alarmierung im Gebirge sauber abläuft.
Die Beurteilung des Wetters ergibt erst zusammen mit der Beurteilung des Geländes eine Entscheidung. Die Grundlagen dafür stehen in der Signalisation der Schweizer Wanderwege und in Von T1 bis T6, das die sechs Stufen der Wanderskala aufschlüsselt. Wie sich daraus eine Umkehrzeit rechnen lässt, zeigt Wanderzeit realistisch planen.